November 2017 - Adventskalender für bedürftige Kinder

Advent

Foto: Sparda-Bank Nürnberg

v. l.: Peter Miller (Gründungsmitglied der Ansbacher Tafel), Hans-Peter Kunert (Vorsitzender des Caritasverbandes Ansbach), Heinz Kestler (Geschäftsführer des Caritasverbandes Ansbach), Wolfgang Schur (Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Ansbach), Margarete Mair (stellvertretende Ladenleiterin), Jörg Euerl (Vertriebsleiter der Sparda-Bank Ansbach) und Heinrich Krill (Logistikleiter der Ansbacher Tafel)

Die Sparda-Bank Nürnberg hat heuer wieder 100 hochwertige Playmobil Adventskalender an Buben und Mädchen im Alter zwischen vier und zehn Jahren gespendet. Die Mittel dafür stammen aus dem Gewinn-Spar-Verein der Sparda-Bank Nürnberg, erklärte Jörg Euerl, der Vertriebsleiter der Sparda-Bank.

Für die Genossenschaftsbank steht die Solidarität mit den Menschen aus der Region an oberster Stelle. Insbesondere Familien, die sich in einer schwierigen Situation befinden, unterstützt sie gerne und will mit den Adventskalendern eine Freude bereiten.

Ausgegeben wurden die Adventskalender inzwischen von der Ansbacher Tafel, die in Trägerschaft des Caritasverbandes Ansbach und des Diakonischen Werkes Ansbach ist, an Kinder aus bedürftigen Familien.

Die Kalender waren innerhalb von zwei Tagen restlos vergriffen. In die leuchtenden Augen der Kinder zu schauen, ist für den Logistikleiter der Ansbacher Tafel, Heinrich Krill, ein tolles Gefühl. Caritas-Geschäftsführer Heinz Kestler und der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes, Wolfgang Schur, dankten der Sparda-Bank für die inzwischen schon zur Tradition gewordenen Aktion.

November 2017 - Martina Volkamer war Kursbeste

 

An dem nach den Vorgaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) von der Akademie ANregiomed angebotenen einjährigen Weiterbildungskurs zur Praxisanleitung nahmen 13 interne und fünf externe Pflegekräfte teil.

Martina Volkamer von unserer Sozialstation in Ansbach war von allen Teilnehmern mit der Note 1,1 die Kursbeste.

Es war der erste Lehrgang nach den neuen Richtlinien, der durch zwei schriftliche Arbeiten und eine mündliche Prüfung eine deutliche Aufwertung erhielt. Der Direktor der ANregiomed-Akademie, Hans-Peter Mattausch, erläuterte, bei der Weiterbildung handle es sich um eine zertifizierte Maßnahme. Der Praxisanleiterkurs ist eine berufliche Zusatzqualifikation, mit der Sr. Martina Volkamer die Fähigkeit erworben hat, unsere Praktikanten in Ansbach zukünftig anzuleiten.

Foto: Caritasverband
Sr. Martina Volkamer

Oktober 2017 - Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung


Foto: Dekan Hans-Peter Kunert, 1. Vorsitzender des Caritasverbandes Ansbach

In der Mitgliederversammlung des Caritasverbandes Ansbach wurde eine neue Satzung beschlossen, die zum 01.10.2018 in Kraft treten soll. Neben dem hauptamtlichen Geschäftsführer und dem Vorstand wird es in Zukunft einen Aufsichtsrat geben, der das operative Geschäft überwachen soll. Der bisher amtierende Vorstand unter dem Vorsitz von Dekan Hans-Peter Kunert wird noch bis zum Ende seiner regulären Amtszeit im Herbst kommenden Jahres im Amt bleiben. Dann werden die neuen Strukturen eingeführt.

Caritasvorsitzender Hans-Peter Kunert blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf die verschiedenen Arbeitsfelder des Verbandes und erläuterte ihre Aufgabenbereiche.

Caritas-Geschäftsführer Heinz Kestler legte die Jahresrechnung für das abgelaufene Jahr sowie den Haushaltsansatz für 2017 vor. Er legte dar, dass der Jahresüberschuss von 2016 zur Deckung des erwarteten Defizits für 2017 benötigt wird.

Die Einnahmen stammen zu 30,9 % aus kirchlichen Mitteln, zu 9,6 % aus staatlichen Zuschüssen, zu 11,1 % aus Zuschüssen der Kommunen, zu 41,2 % aus Entgelten der Sozialkassen und 7,2 % stammen aus sonstigen Einnahmen, hauptsächlich Spenden. Auf der Ausgabenseite werden 85,2 % der Mittel für Personal aufgewendet, 11,9 % für Sachkosten und 2,9 % der Ausgaben sind Investitionen.

September 2017 - Sparda-Bank spendet 40 Schultaschen für Erstklässler

Schultaschenaktion

v. l.: Christine Meißler, Leiterin der Sozialen Beratung, Dekan Hans-Peter Kunert, 1. Vorsitzender des Caritasverbandes Ansbach, Jörg Euerl, Vertriebsleiter der Sparda-Bank Ansbach und Heinz Kestler, Geschäftsführer des Caritasverbandes Ansbach

Foto: Sparda-Bank Nürnberg eG

Kurz vor Schulbeginn konnte der Caritasverband Ansbach 40 nagelneue Schultaschen an Erstklässler aus bedürftigen Familien ausgeben. Diese Aktion führte der Caritasverband Ansbach nun im vierten Jahr hintereinander zusammen mit der Sparda-Bank Nürnberg durch. Dabei wurden seit 2014 über 200 Schultaschen an die Schulanfänger übergeben. Damit wurde bei Kindern aus einkommensschwachen Familien die Chancengleichheit gewahrt und so eine soziale Ausgrenzung vermieden.

Die Kosten für die 40 Schultaschen im Wert von ca. 3.700,00 € wurden wieder vom Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank Nürnberg übernommen.

Die Schulranzen beinhalteten eine Sporttasche, einen Brustbeutel, ein Mäppchen und ein mit Buntstiften gefülltes Etui. Voraussetzung für den Erhalt der Schulranzen war der Nachweis der Bedürftigkeit und der Einschulungsnachweis. Der Vertriebsleiter der Sparda-Bank Nürnberg, der auch für die Filiale in Ansbach verantwortlich ist, Jörg Euerl, stellte in Aussicht, dass diese erfolgreiche Aktion im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll.

 

September 2017 - Neues Kühlfahrzeug für die Tafel

Kühlfahrzeug
Foto: Lidl

Zur Anschaffung eines weiteren Kühlfahrzeugs hatte sich die Ansbacher Tafel bezüglich eines Zuschusses beim Bundesverband Tafel e. V. beworben und nun eine Spende in Höhe von 10.000,00 € erhalten.

Der Lebensmitteldiscounter Lidl unterstützt den Bundesverband seit 2008 mit den Pfandspenden. Deutschlandweit gibt es 3.200 Lidl-Filialen. Bei den Leergutautomaten der Filialen kann man bei der Leegutrückgabe auf die Auszahlung des Pfandes verzichten und es an den Tafelverband spenden. Auf diese Weise sind seitdem über 13 Millionen Euro gespendet worden. Diese Spenden gibt der Tafelverband gezielt an die örtlichen Tafeln weiter, z. B. bei der Anschaffung eines Kühlfahrzeuges.

Ohne die Spende der Lidl-Kunden wäre der Kauf des Kühlfahrzeuges, zu dem auch enorme Eigenmittel eingesetzt werden mussten, nicht möglich gewesen. Mit dem neuen Kühlfahrzeug kann gewährleistet werden, dass die Kühlkette der gespendeten Lebensmittel, wie Obst, Gemüse, Wurst und Fleisch sowie Milchprodukte, nicht unterbrochen wird.

Die ehrenamtlichen sowie die Vertreter des Caritasverbandes und der Diakonie dankten Herrn Pawelka als Gebietsleiter des Discounters Lidl für die großmütige Spende.

 

September 2017 - Spendenaktion des Brückencenters Ansbach

 

Spendenaktion Brückencenter

v. l.: Rolf Hanke, Andreas Schmid, Heinz Kestler, Brigitte Guggenberger

Foto: BCA

Im Rahmen der Feier zum 20jährigen Jubiläum des Brückencenters Ansbach wurde auch eine Spendenaktion organisiert, deren Erlös in Höhe von 500,00 € als Scheck und 500,00 € als Brückencenter Gutscheine an das Frauenhaus übergeben wurde.

Der Spendenbetrag kam durch den Verkauf einer Geburtstagstorte, gestiftet von der Bäckerei Held aus Dietenhofen, einer Spende der Gebäudereinigungsfirma Pfann aus Ansbach sowie durch mehrere Kinderaktionen, die in Kooperation mit der Star-Wars-Tour Nürnberg durchgeführt wurden, zustande.

Der Geschäftsführer des Brückencenters, Andreas Schmid, dankte allen Beteiligten und übergab den Betrag an die stellvertretende Frauenhausleiterin Brigitte Guggenberger.

 

September 2017 - Werner Beetz stellt im Caritashaus aus

BilderBeetz Werner
Künstler Werner Beetz (rechts) und Caritas-Geschäftsführer Heinz Kestler vor dem Acrylgemälde „Geburt einer Landschaft“

Foto: Biernoth

Im Rahmen einer Vernissage wurde vor zahlreichen Gästen die Ausstellung des Ansbacher Künstlers Werner Beetz im Caritashaus in Ansbach eröffnet. Dort stellt der Künstler 19 Bilder, vorwiegend Aquarell- und Acrylbilder aus. Das Motto der Ausstellung lautet: „Vorwiegend Landschaften“. Die Ausstellung dauert bis zum 08. Dezember 2017 und kann während der Geschäftszeiten der Geschäftsstelle des Caritasverbandes Ansbach, Bahnhofsplatz 11, von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von Montag bis Donnerstag von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr besichtigt werden. Alle Bilder sind käuflich erwerbbar. Einen Teil des Verkaufserlöses möchte der Künstler dem Frauenhaus Ansbach spenden.

Bereits in frühester Kindheit entdeckte Werner Beetz seine Liebe zur Malerei, die sich im Laufe der Jahre zur Leidenschaft entwickelte.

Während seiner Berufstätigkeit fehlte ihm die nötige Zeit für das Hobby. Seit dem Ruhestand ist die Malerei zu einem wichtigen Bestandteil in seinem Leben geworden.

Eine gründliche und systematische Ausbildung erhielt er von dem in der Region bekannten Maler Ekkehardt Hofmann aus Leutershausen, der ebenfalls schon im Caritashaus ausgestellt hat.

Werner Beetz arbeitet schwerpunktmäßig mit Acryl- und Aquarellfarben. Es reizt ihn, immer wieder neue Techniken auszuprobieren. Seine Bilder reichen von der gegenständlichen über Abstraktionen bis hin zur gegenstandslosen Farbmalerei. Als Schwerpunkt hat er die Landschaftsmalerei für sich entdeckt.

 

August 2017 - SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender informiert sich über das Frauenhaus Ansbach

Rinderspacher informiert sich über Frauenhaus Ansbach

SPD Politiker informierten sich über das Frauenhaus

Markus Rinderspacher, der SPD-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, informierte sich bei den Vertretern der Caritas über das Ansbacher Frauenhaus. Das Gespräch fand im Ansbacher Caritashaus statt.

Herr Rinderspacher wurde vom Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl, den stellvertretenden Landräten Bernd Schnizlein (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) und Kurt Unger (Landkreis Ansbach) der Bezirksrätin Christa Naaß, dem Bundestagskandidaten Lutz Egerer sowie von mehreren Kreis- und Stadträten der SPD begleitet.

Im Rahmen einer Powerpoint Präsentation wurden Bilder des Hauses und des Gartens des Frauenhauses gezeigt, so dass sich die Politiker gewisse Vorstellungen davon machen konnten, wie die Zuflucht suchenden Frauen mit ihren Kindern untergebracht sind.

Das Frauenhaus Ansbach besteht seit 1991. Bis heute suchten dort 2.057 Frauen und 2.368 Kinder Zuflucht. In den 26 Jahren wurden im Schnitt jährlich 82 Frauen und 94 Kinder im Haus untergebracht, bei einer Belegungsquote von 86 %. 2016 ist die Belegungsquote auf 96 % angestiegen, bei einer Aufenthaltsdauer von 47,7 Tagen. Die stetige Zunahme der Aufenthaltsdauer lässt sich auch mit fehlendem bezahlbaren Wohnraum begründen. 22 Frauen konnten 2017 wegen Überbelegung nicht gleich aufgenommen werden.

Frau Goldbrich, Frauenhausleiterin, und Herr Kestler, Geschäftsführer des Caritasverbandes, sehen eine Platzerweiterung des Ansbacher Frauenhauses nicht als vorrangiges Ziel an. Ausgebaut werden sollten jedoch die Plätze in den Frauenhäusern im Großraum Nürnberg, weil aus dem Ballungsraum etliche Frauen nach Ansbach kommen. Als erforderlich wird die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie der Ausbau der präventiven Beratung, z. B. der Interventionsstelle, gesehen, um so einen Frauenhausaufenthalt zu verhindern.

Beklagt wurde von den Vertretern des Caritasverbandes, dass die erforderliche Hauswirtschafterin und die Verwaltungsmitarbeiter in den seit 1993 geltenden staatlichen Richtlinien nicht aufgeführt worden sind und es dafür auch bis heute keine staatliche Förderung gibt.

In der regen Diskussion versprachen die Politiker die vorgebrachten Punkte politisch weiter zu verfolgen.

 

August 2017 - Landtagsabgeordneter Andreas Schalk in der Sammelunterkunft für Asylbewerber

Schalk in Asylunterkunft

Herr Schalk MdL und Herr Kestler, Geschäftsführer des Caritasverbandes Ansbach im Gespräch mit Asylbewerbern

Foto: Biernoth

Der CSU-Landtagsabgeordnete Andreas Schalk besuchte eine Sammelunterkunft für Asylbewerber in der Stadt Ansbach, um sich über die Asylsozialarbeit des Caritasverbandes Ansbach zu informieren und für Fragen der Asylbewerber zur Verfügung zu stehen.

Derzeit leben ca. 500 Asylbewerber in der Stadt Ansbach, wovon rund 375 von der Caritas betreut werden. Beim Caritasverband sind vier Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit in dem Aufgabenbereich tätig.

Herr Schalk wurde über die fehlenden Kindergartenplätze, die Schul- und Ausbildungssituation, die Sprachkurse und die Wohnsituation informiert.

Die Asylsozialberater beklagten, dass es vor allem an bezahlbarem Wohnraum fehlt. Erfreulich ist, dass zwei Erzieher der Stadt Ansbach für die in Sammelunterkünften lebenden Vorschulkinder zukünftig eine Betreuung an drei Vormittagen in der Woche anbieten. Positiv wurde von den Beratern der Caritas das Angebot an Integrations-, Alphabetisierungs- und Sprachkursen gewertet.

Die Asylberatung der Caritas wurde 2016 zu 77,3 % aus staatlichen, zu 10,4 % aus kommunalen und zu 12,3 % aus eigenen Mitteln finanziert.

Die Bewohner freuten sich über den Besuch des Politikers und hatten traditionelle arabische Süßspeisen zubereitet. Bei den Kostproben wurde das Gespräch mit Herrn Schalk gesucht und die persönlichen Belange dargestellt.

 

August 2017 - Laufen für guten Zweck

Seit 15 Jahren laufen die Schüler der fünften bis zur siebten Klasse des Theresien-Gymnasiums (ThG) Ansbach alle zwei Jahre im Rahmen einer Schulveranstaltung, um für einen sozialen Zweck zu sammeln. Die Laufstrecke ist eine ein Kilometer lange Strecke um das Schulgebäude. Die Eltern spenden für jede Runde ihrer Kinder einen Geldbetrag.

Schulleiter Ralph Frisch betonte, dass dies ein Gemeinschaftserlebnis für alle Schüler sei. Von dem Gesamtergebnis in diesem Jahr in Höhe von 7.000,00 € erhält der Caritasverband Ansbach 4.600,00 € für die Asylsozialarbeit. Der Caritasverband Ansbach betreut derzeit 375 Asylbewerber in vier Sammelunterkünften in der Stadt Ansbach sowie in verschiedenen Wohnungen. Davon sind 92 Schüler und Studierende.

Die Spende soll ausschließlich für den Schulbedarf zur Verfügung gestellt werden. Zum Schuljahresbeginn erhält jeder Schüler/Studierende einen Gutschein, um sich mit dem nötigsten Schulbedarf eindecken zu können. Der Restbetrag steht für schulische Anschaffungen oder Schulfahrten während des Schuljahres zur Verfügung.

 

August 2017 - PSD-Bank spendete an das Frauenhaus

Spendenübergabe

v. li.: Dekan Hans-Peter Kunert, 1. Vorsitzender, Heinz Kestler, Geschäftsführer, Hildegard Goldbrich, Frauenhausleiterin, Johann Büchler, Vorstandsvorsitzender der PSD-Bank Nürnberg

Foto: Caritasverband Ansbach

Im Rahmen einer Spendenübergabe durch den Vorstandsvorsitzenden der PSD-Bank Nürnberg, Herrn Büchler, erhielt das Frauenhaus des Caritasverbandes Ansbach eine Spende in Höhe von 5.000,00 €. Das Geld kommt von den Erträgen des Gewinnsparens. Die PSD-Bank ist eine genossenschaftliche Bank, die aus der Selbsthilfeeinrichtung des Post-Spar- und Darlehensvereins hervorgegangen ist. Die PSD-Bank beschäftigt 230 Mitarbeiter und hat ca. 130.000 Kunden. Ihr Zuständigkeitsbereich ist Nordbayern und das Bundesland Sachsen.

Aufgrund der genossenschaftlichen Ausrichtung unterstützt die PSD-Bank soziale Einrichtungen. Deshalb ist nun auch das Frauenhaus Ansbach bedacht worden. Mit dem Geld sollen die Zimmer der Bewohnerinnen mit Sonnenrollos ausgestattet sowie für den Kinderbereich ein Kaufladen und eine Spielküche angeschafft werden.

Seit der Eröffnung des Frauenhauses im November 1991 fanden bis heute 2057 Frauen und 2368 Kinder Zuflucht vor häuslicher Gewalt. Die erste Frau wurde am 21. November 1991 aufgenommen. Das Frauenhaus verfügt über 10 Plätze für Frauen mit oder ohne Kinder. 2016 wurden 40 Frauen aus Westmittelfranken, 27 Frauen aus dem übrigen Bayern, 8 Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet aufgenommen. In diesem Jahr suchten bereits 31 Frauen mit 34 Kindern Zuflucht. Heuer war das Haus im Schnitt bis zu 93 % belegt.

30 Ehrenamtliche sind bereit, die Rufbereitschaften in der Nacht, an den Wochenenden und Feiertagen abzudecken, womit sichergestellt wird, dass das Haus an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar ist und so Zuflucht suchende Frauen mit oder ohne Kinder bei Bedarf jederzeit aufgenommen werden können. Die Ehrenamtlichen übernehmen im Jahresschnitt rund 6800 Stunden Rufbereitschaftsdienst und verzichten auf manchen Schlaf, um den Frauen in einer Notsituation Schutz und Hilfe zu gewähren

Das Frauenhaus Ansbach ist Tag und Nacht unter der Telefonnummer 0981 / 95959 erreichbar.

 

Juli 2017 - Jahresbericht 2016

Jahresbericht

Der Caritasverband Ansbach hat seinen Jahresbericht 2016 vorgelegt. Der Jahresbericht informiert über die Arbeit der Einrichtungen im vergangenen Jahr. In seinem Vorwort schildert der 1. Vorsitzende, Herr Dekan Kunert, seine persönlichen Erlebnisse auf der Fahrt zur und in der inzwischen geschlossenen Familienferienstätte Hundham/Oberbayern.

Ausführliche wird im Jahresbericht auf das 25-jährige Bestehen des Frauenhauses eingegangen. Die beim Festakt gehaltene Rede von Herrn Weihbischof Gössl kann nachgelesen werden.

Wer sich über die Arbeit des Verbandes bzw. der Einrichtungen informieren möchte, kann den 62-seitigen Jahresbericht kostenlos in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes anfordern.

Caritasverband in der Stadt
und im Landkreis Ansbach e. V.
Bahnhofsplatz 11
91522 Ansbach
Tel. 0981 97168-0
Fax Nr. 0981 97168-15
e-mail: info@caritas-ansbach.de

 

Juni 2017 - Traumergebnis bei der MDK-Prüfung

mdk

Der medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der sozialmedizinische Beratungs- und Betreuungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen. Seit Herbst 2009 werden die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen vom MDK jährlich geprüft. Bei den ambulanten Diensten meldet sich der MDK einen Tag vor der Prüfung per Fax bei der Pflegeeinrichtung an. Die Prüfung zieht sich dann in der Regel über den ganzen Tag hin.

Es werden die pflegerischen und ärztlich verordneten Leistungen, die Dienstleistung und Organisation und die Zufriedenheit der Patienten geprüft. Um die Zufriedenheit der Patienten feststellen zu können, werden nach dem Zufallsprinzip 5 Patienten ausgewählt und Zuhause besucht. Dabei werden sie bzw. ihre Angehörigen von den MDK-Gutachtern befragt, wie sie mit der Pflege und den Pflegekräften zufrieden sind. Die 4 Leistungskomplexe werden einzeln bewertet und daraus eine Gesamtnote gebildet.
Das Ergebnis der MDK-Prüfung wird im Internet veröffentlicht, beispielsweise unter www.pflege-navigator.de. Dort können sich Pflegebedürftige und Angehörige mit Hilfe der Noten über die Qualität der Einrichtung informieren.

Am 18.05.2017 fand die diesjährige MDK-Prüfung der Sozialstation Ansbach statt. 2 Prüfer ließen sich die pflegerischen und hauswirtschaftlichen Arbeiten von der Stationsleiterin Sr. Helga Stecher und ihrer Vertreterin, Sr. Anke Lörler, erläutern. Geprüft wurde bei der Dienstleistung auch das Abrechnungsverfahren.

Insgesamt wurden alle Bereiche mit der Gesamtnote 1,0 bewertet.
Die Bewertung der 4 Komplexe im Einzelnen:

- Pflegerische Leistungen (17 Kriterien) 1,1
- Ärztlich verordnete pflegerische Leistungen (8 Kriterien) 1,0
- Dienstleistung und Organisation (9 Kriterien) 1,0
- Befragung der Pflegebedürftigen (12 Kriterien) 1,0

Das ausgezeichnete Prüfungsergebnis zeigt die hervorragende Qualität der pflegerischen und der hauswirtschaftlichen Leistungen sowie der Dienstleistungsorganisation, unserer Pflegekräfte, der Hauswirtschafterinnen und der Verwaltungsmitarbeiterinnen und bestätigt unseren Auftrag, dass sich unsere Arbeit nach den Bedürfnissen und Lebensgewohnheiten unserer Patienten orientiert.


April 2017 - Den Gewaltkreislauf durchbrechen

Den Gewaltkreislauf durchbrechen

Foto: v. l.: Hans Albrecht und Robert Huschenbett von der PI Ansbach, Interventionsstellen-Leiterin Brigitte Guggenberger, Caritasgeschäftsführer Heinz Kestler und Caritasvorsitzender Dekan Hans-Peter Kunert

Im schlimmsten Fall endet häusliche Gewalt in Beziehungsdramen tödlich. So weit darf es nicht kommen. Die Interventionsstelle (IST) des Caritasverbandes Ansbach leistet hier wertvolle Arbeit. Ihre Hilfe war 2016 in Westmittelfranken 112 mal gefordert.

Die Interventionsstelle ist immer dann tätig, wenn die Polizei zu häuslicher Gewalt gerufen wird. Die Beamten fragen die Frau, ob sie an einem Beratungsangebot interessiert ist. Wenn ja, werden die Daten erfasst und die Polizei schickt ein Fax an die Interventionsstelle. Eine von zwei Sozialpädagoginnen meldet sich dann bei der Frau. Ziel dieser Beratungsarbeit ist es, Frauen in einer von Gewalt bedrohten Situation zu erreichen, ihr den Gewaltkreislauf aufzuzeigen und somit früher zu durchbrechen. Bei weiterem Beratungsbedarf strebt man an, die Frau an eine örtliche Beratungsstelle weiterzuvermitteln.

Die Interventionsstelle gibt es seit 1. Oktober 2015. Zuständig ist sie für die Stadt Ansbach, die Landkreise Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim sowie teilweise für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Sie arbeitet intensiv mit neun Polizeiinspektionen zusammen.

2016 wurden 98 Fälle häuslicher Gewalt verzeichnet, also körperlicher, psychischer oder sexualisierter Gewalt und 14 mal Partner- oder Expartner-Stalking.

Allein die Polizeiinspektion Ansbach mit einem Gebiet, in dem 75.000 Menschen leben, verzeichnete im vergangenen Jahr 185 Fälle von häuslicher Gewalt.

Oft ist die Interventionsstelle der erste Ort, an dem Frauen das Erlebte erzählen. Ohne dass vorher ein Polizeieinsatz stattgefunden hat, können sich die Frauen ebenfalls an die Caritas wenden, über die ambulante Beratung des Frauenhauses, Telefon 0981 95959.

 

April 2017 - Info-Veranstaltungen für Flüchtlinge

Flüchtlinge

Foto Biernoth

„Ausbildung in Ansbach“, eine Info-Veranstaltung für Flüchtlinge in Ansbach. Eingeladen hatten dazu die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nürnberg und der Caritasverband Ansbach. 16 Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak, dem Iran und aus Äthiopien wollten sich von der Firma Oppel und der Firma Mader sowie von der Handwerkskammer informieren lassen. Es war die erste Veranstaltung dieser Art in Ansbach.

Die Flüchtlinge wurden von den Asylberatern des Caritasverbandes gezielt nach dem Gesichtspunkt der Sprachkenntnisse und dem Interesse an einer Ausbildung angesprochen. Die Flüchtlinge waren im Alter zwischen 18 und 30 Jahren.

Von Seiten der IHK gaben die Willkommenslotsin Yvonne Wetsch und die Integrationsberaterin Nancy Schmidt grundlegende Informationen für die Arbeitgeber und die Flüchtlinge. Die Firmenvertreter, Frau Susanne Oppel von der Firma Oppel – Automobile in Ansbach und Frau Susanne Martin von der Firma Mader Logistik in Ansbach, stellten die Arbeit ihrer Betriebe vor. Herr Schmidt von der Handwerkskammer erklärte die Möglichkeiten im Handwerk. Ziel der Veranstaltung war es, Firmen und junge Flüchtlinge zusammen zu bringen und so geeignete Auszubildende bzw. Ausbildungsplätze zu finden. Alle Beteiligten waren sich einig, dass eine derartige Veranstaltung bei Bedarf und gegebenenfalls mit anderen Firmen wiederholt werden sollte.

 

März 2017 - Beiratssitzung mit den Vertretern der Gebietskörperschaften

beiratsitzung

v.l. Herr Landrat Dr. Ludwig, Frau Oberbürgermeisterin Seidel, Frau Guggenberger, Herr Kestler, Herr Landrat Weiß und Herr Landrat Wägemann

75 Frauen und 61 Kinder suchten im Jahr 2016 Zuflucht im Frauenhaus Ansbach. Dies schilderte Brigitte Guggenberger, stellvertretende Leiterin des Frauenhauses, im Rahmen einer Beiratssitzung im Landratsamt Ansbach mit Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Landrat Gerhard Wägemann, Landrat Helmut Weiß und Oberbürgermeisterin Carda Seidel Die Vertreter der vier Gebietskörperschaften, die das Frauenhaus Ansbach seit Jahrzehnten unterstützen, informierten sich über die aktuelle Situation und genehmigten den Haushaltsplan 2017. Dabei betonten sie die große Bedeutung von Einrichtungen wie dem Frauenhaus Ansbach, die Frauen und Kindern bei häuslicher Gewalt schnell und unbürokratisch Schutz und Zuflucht bieten und im schlimmsten Falle Leben retten.

Die stellvertretende Leiterin des Frauenhauses, Frau Brigitte Guggenberger, ging dabei auf die Auslastung und Belegung des Frauenhauses ein. So sei das Frauenhaus im vergangenen Jahr im Schnitt zu 96 % ausgelastet gewesen. Die Frauen und Kinder kamen aus insgesamt 23 Herkunftsländern.

Dank der Mitarbeit von 30 ehrenamtlichen Kräften ist das Haus an 365 Tagen rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0981 95959 erreichbar und aufnahmebereit.

Herr Heinz Kestler, Geschäftsführer des Caritasverbandes Ansbach, ging zudem auf die erfolgreiche Errichtung der Interventionsstelle im Jahr 2015 ein. Ziel dieser Beratung ist es, Frauen in einer von Gewalt bedrohten Situation früh zu erreichen, den Gewaltkreislauf schnell zu durchbrechen und so den Zugang zu Hilfsangeboten zu erleichtern. Von den zwei Sozialpädagoginnen der Interventionsstelle wurden im Jahr 2016  112 Frauen beraten. Dabei waren bei 98 häusliche Gewalt und bei 14 Stalking die zentralen Themen. Die Interventionsstelle arbeitet dabei intensiv mit neun Polizeiinspektionen in Westmittelfranken zusammen.

Die Vertreter der Gebietskörperschaften dankten abschließend für die wertvolle Arbeit des Frauenhauses und der Interventionsstelle.

 

März 2017 - Dekanatsauftaktgottesdienst zur Caritas-Frühjahrssammlung

Gottesdienst

Foto: Carmen Kastner
Der 1. Vorsitzende des Caritasverbandes, Dekan Hans-Peter Kunert, zeichnet die ehrenamtlichen Caritasmitarbeiter aus

Zweimal im Jahr sammelt die Caritas Spenden an den Haustüren und auf den Straßen. Der jährlich einmal stattfindende Auftaktgottesdienst für die Sammlungen findet abwechselnd in den verschiedenen Pfarrkirchen des Dekanats Ansbach statt, dieses Mal in der vollbesetzten St. Johanniskirche in Rothenburg. Zelebrant war der Vorsitzende des Caritasverbandes, Dekan Hans-Peter Kunert. Musikalisch umrahmt wurde der feierliche Gottesdienst vom Kirchenchor St. Johannis unter der Leitung von Marianne Dreßler.

In seiner Predigt ging Dekan Hans-Peter Kunert auf das diesjährige Motto der Caritas-Kampagne ein: „Zusammen sind wir Heimat“. Viele würden den Ort, an dem sie aufgewachsen sind, als Heimat bezeichnen. Für die Anderen ist Heimat ortsungebunden und da, wo man sich wohlfühlt. Die Caritas definiert Heimat in vier Bereiche: Schule, Arbeitsleben, Sport und das Zusammenleben von Menschen. Die Leiterin der Caritas-Sozialstation, Sr. Karin Heinritz, gab einen Einblick in die tägliche Arbeit. Die sechs Mitarbeiterinnen pflegen nicht nur die Patienten in ihrer vertrauten Umgebung, sondern unterstützen auch die Angehörigen. Obwohl Zeit und Geld knapp sind, nehmen sich die Schwestern gerne Zeit für ihre Patienten. Um dies weiter gewährleisten zu können, sind sie aber auf die Einnahmen der Caritas-Sammlung angewiesen.

Auch ein pflegender Angehöriger kam zu Wort. Er schätzt das Team der Caritas sehr und dankte den Schwestern für die professionelle Betreuung seiner betagten Mutter.

Der Geschäftsführer des Caritasverbandes Ansbach, Heinz Kestler, berichtete über die Arbeit der Caritas im Dekanat Ansbach. Derzeit sind fast 240 ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter in 13 verschiedenen Einrichtungen tätig. Ziel der Arbeit ist, den Menschen würdevoll zu begleiten, von der Empfängnis bis zum Tod.

Zum Schluss des Gottesdienstes wurden die anwesenden Sammler gesegnet und langjährige, verdiente Sammler bzw. für die Caritas Tätige ausgezeichnet mit dem

    Ehrenzeichen in Gold des Deutschen Caritasverbandes für über 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit:
  • Frau Hedwig Papke, Schillingsfürst
  • Frau Lorana Weber, Leutershausen
  • Frau Rosemarie Gayer, Ansbach
    und den Urkunden des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg:
  • Herr Dekan Hans-Peter Kunert, Schillingsfürst, 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit
  • Frau Walburga Schmitt, Schillingsfürst, 10 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit
  • Herr Andreas Jung, Schillingsfürst, 5 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit
  • Herr Stefan Terhardt, Schillingsfürst, 5 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit

Februar 2017 - Acrylbilderausstellung im Caritashaus

Acrylbilder Ausstellung

Foto: Biernoth
v. li.: Heinz Kestler, Jürgen Schülein und Dekan Hans-Peter Kunert

Unter dem Titel „Spurensuche auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela“ präsentiert Jürgen Schülein aus Emskirchen 20 Acrylbilder im Caritashaus in Ansbach. Der 71-jährige malt seit seinem 50. Lebensjahr. Seit dem Jahr 2002 hat er sich der Acryltechnik zugewandt. Erstmals stellt der langjährige Schulleiter nun in Ansbach seine Werke aus. Er hat dabei seine Eindrücke von zwei vierwöchigen Wanderungen auf dem Jakobsweg künstlerisch verarbeitet.

Mit Beginn des Ruhestands 2009 hat er eine eigene Malschule gegründet und gibt seither sein Wissen an Interessierte weiter. Bei der Acryltechnik geht es darum, neue Spuren mit Hilfe von Materialien aller Art, wie Schelllack, Pigmenten, Beize, Tusche oder Wachs zu entdecken. Seine Sicht der Malerei und sein Wissen über die Technik gibt Jürgen Schülein als ehemaliger Lehrer an Schulklassen gerne weiter und stünde so für Führungen zur Verfügung. Termine können über den Caritasverband vereinbart werden, Telefon Nr. 0981 97168-0.

Die Bilder können auch käuflich erworben werden, der Künstler hat sich bereit erklärt, 20 % des Verkaufspreises dem Frauenhaus zur Verfügung zu stellen.

Die Ausstellung „Spurensuche“ ist bis zum 31. August 2017 im Caritashaus, Bahnhofsplatz 11 in Ansbach zu sehen. Die Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 13.30 bis 16.00 Uhr sowie am Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr.

 

Januar 2017 - Unterschiedliche Rollen der Frauen gezeigt

1.Preis

Foto Biernoth
v. l.: Walter Röber, Reinhard Schmutzer, Axel Zwiener und Heinz Kestler mit 1. Preis, in Vertretung wegen Verhinderung von Angelika Besenbeck,

Zum 25jährigen Bestehen des Frauenhauses Ansbach hatte der Caritasverband in der Stadt und im Landkreis Ansbach e. V. einen Fotowettbewerb initiiert: Gemeinsam mit dem Fotoclub Ansbach hatten zwölf Hobbyfotografen Frauenportraits angefertigt. Zum Ende der seit September 2016 gezeigten Ausstellung „25 Jahre Frauenhaus – 25 Frauenportraits“ wurden jetzt die besten Arbeiten prämiert.

Den ersten Preis errang Angelika Besenbeck aus Neuendettelsau, den zweiten Preis Axel Zwiener aus Ansbach, den dritten Preis Walter Röber aus Ansbach und einen Sonderpreis erhielt Reinhard Schmutzer aus Lehrberg. Mit der Ausstellung wurden die Rollen von Frauen in unterschiedlichen Gesellschaften auf der Welt verdeutlicht und auch das Problem der Gewalt gegen Frauen künstlerisch dargestellt.

Da allein im abgelaufenen Jahr 75 Frauen aus 23 verschiedenen Nationen im Frauenhaus Zuflucht gesucht hatten, sollten bei den Fotografien Frauen aus anderen Erdteilen vertreten sein. Deshalb haben Mitglieder des Fotoclubs Ansbach bei ihren Urlaubsreisen Frauenportraits aufgenommen. Die drei besten Bilder wurden mit einem Preisgeld der Sparkasse Ansbach honoriert. Der Jury gehörten der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Ansbach, Werner Frieß sowie Christine Witschke, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Frauenhauses Ansbach und der Pressefotograf, Jim Albright, an.

 

Januar 2017 - Neujahrsempfang für Ehrenamtliche des Frauenhauses

Leitung

Foto: Biernoth
Hildegard Goldbrich, Leiterin des Frauenhauses Ansbach

Beim Neujahrsempfang informierte die Leiterin des Frauenhauses, Hildegard Goldbrich, dass das Haus im Jahr 2016 im Schnitt zu 96 % ausgelastet war, es waren 75 Frauen mit 52 Kindern im Haus untergebracht.

Von 75 schutzsuchenden Frauen waren 40 aus Westmittelfranken, 27 aus dem übrigen Bayern und 8 aus anderen Bundesländern. Durchschnittlich bleiben die Frauen 47 Tage in der Einrichtung. 2016 waren sechs Frauen bis zu einem halben Jahr in dem Haus und acht noch länger. Zum Jahreswechsel 2016/17 war das Haus - mit zehn Frauen - voll belegt.

Dank der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen ist in den vergangenen Jahren kein Tag und keine Nacht bei den Rufbereitschaften ausgefallen. Das Frauenhaus war ständig erreichbar, an 365 Tagen im Jahr. Die Ehrenamtlichen leisteten 2016 insgesamt 6.313 Stunden Rufbereitschaft und bewältigten auch Fahrdienste, Begleitungen zu Wohnungsbesichtigungen, Anwälten oder Ärzten sowie die Ausgabe gespendeter Kleidungsstücke. Rechnerisch wären für die ehrenamtlich geleisteten Stunden in der Rufbereitschaft mindestens vier Vollzeitstellen erforderlich gewesen.

Neue Ehrenamtliche, um die Belastung auf mehr Schultern verteilen zu können, sind jederzeit willkommen.

 

Dezember 2016 - Krankenpflegekurs erfolgreich abgeschlossen

Kurs


Foto: Carmen Kastner

v. l.: Karin Heinritz, Dekan Hans-Peter Kunert

An einem Krankenpflegekurs haben 15 Teilnehmer mit Erfolg und großem Interesse teilgenommen und sich intensiv mit dem Thema der häuslichen Krankenpflege auseinandergesetzt.

Der Kurs wurde von der Caritas-Sozialstation in Rothenburg in Zusammenarbeit mit der AOK Bayern angeboten. An zehn Abenden wurden den Teilnehmern nicht nur theoretische und praktische Grundkenntnisse der Krankenpflege vermittelt, sondern auch Informationen über Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige. Die Lehrgangsinhalte waren breit gefächert: gesunde Ernährung im Alter, Körperpflege, Lagerung und Mobilisation sowie Information über Unterstützungsangebote des Caritasverbandes, Angebote der Krankenkasse und die Leistungen der Pflegekasse.

Der Kurs wurde von den erfahrenen Pflegefachkräften Karin Heinritz und Ilse Hainke geleitet.

Mit der Übergabe der Zertifikate durch den Vorsitzenden des Caritasverbandes in der Stadt und im Landkreis Ansbach, Dekan Hans-Peter Kunert, schloss die Schulungsreihe im Rahmen einer kleiner Feierstunde ab.

 

Dezember 2016 - C&A-Filiale Ansbach spendet 2.000 Euro an das Frauenhaus Ansbach

Foto Biernoth
v. l.: Heinz Kestler, Dekan Hans-Peter Kunert, Sandy Raspe, Sabine Appoldt

Bereits zum wiederholten Mal engagiert sich C&A Deutschland im Rahmen seiner Weihnachtsspendenaktion für Kinder und Familien in Deutschland mit mehr als einer Million Euro. Als Familienunternehmen in sechster Generation ist sich C&A seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und ruft dazu auf, die Weihnachtszeit auch dafür zu nutzen, einen Moment inne zu halten und an die Menschen denken, die Unterstützung benötigen.

Den einzelnen Filialen überlässt C&A dabei ganz bewusst die Auswahl. „Als Mitarbeiter von C&A stehen wir täglich im direkten Kundenkontakt und kennen die Bedürfnisse der Menschen vor Ort am besten. Daher ist es für uns eine besondere Freude, dass wir das Frauenhaus Ansbach, das in Trägerschaft des Caritasverbandes Ansbach ist, mit unserer Spende unterstützen können und die Hilfe direkt den Menschen in unserer Mitte zugutekommen“, erklärt Sandy Raspe, Leiterin der C&A-Filiale in Ansbach. Die Spendenübergabe erfolgte im Rahmen des 25jährigen Jubiläums des Frauenhauses Ansbach, das heuer begangen wurde.

 

Dezember 2016 - Sparda-Bank spendet Adventskalender an Tafel

Adventskalender

v. l.: Frau Merker, Herr Miller, Herr Kestler, Herr Schur, Herr Arnold, Herr Krill, Herr Reutter
Foto Sparda-Bank Nürnberg eG

Die Sparda-Bank hat 100 Playmobil-Adventskalender an die Tafel in Ansbach gespendet. Finanziert wurden sie aus den Einnahmen des Gewinnsparvereins der Bank.

Pünktlich zum ersten Advent können finanziell benachteiligte Eltern mit ihren Kindern die Geschenke in den Ausgabestellen der Tafel in Ansbach und Leutershausen abholen.

Seit drei Jahren finanziert der Gewinnsparverein der Nürnberger Sparda-Bank die Aktion. Die Kinder nehmen die Geschenke sehr gerne an.

Beim Gewinnsparen können Mitglieder für 6,00 € je ein Los kaufen, von dem 4,50 € direkt auf deren Sparkonto fließen. Der Rest des Geldes kommt sozialen Projekten wie etwa der Adventskalenderspende zugute.

 

Dezember 2016 - Schmiedeler-Stiftung unterstützt die Asylberatung

Spende Schmiedeler

Foto Biernoth
v. l.: Herr Schmiedeler, Herr Kestler

Auf eigenen Wunsch wollte Werner Schmiedeler keine Geschenke zu seinem 65. Geburtstag und zur Verabschiedung aus dem Beruf in diesem Jahr. Stattdessen hat er um Spenden für seine Stiftung gebeten.

Zusammen mit den Erträgen aus der Stiftung sind 15.000 € zusammengekommen. Werner Schmiedeler spendete davon 4.000,00 € an die Asylberatung des Caritasverbandes Ansbach. Bedacht wurden auch die Flüchtlingsarbeit der Arbeiterwohlfahrt, Pro Asyl Herrieden und der Kastanienhof in Ansbach.

Im Vorfeld hat sich Herr Schmiedeler selbst davon überzeugt, in welch beeindruckender Weise sich diese vier Einrichtungen rund um das Thema „Flüchtlinge“ engagieren.

Die Werner-Schmiedeler-Stiftung gibt es seit 2006. Sie verfolgt unter anderem das Ziel, Menschen, die unverschuldet in wirtschaftliche Not geraten, zu unterstützen.

November 2016 - 25 Jahre Frauenhaus Ansbach

ehrungen

Foto: Biernoth - v. links: Ruth Heisinger, Ute Lauer, Lilli Schmitt-Fichtner, Brigitte Rödel u. Thekla Hufnagel

Beim Festakt anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Frauenhauses erinnerte der 1. Vorsitzende des Caritasverbandes Ansbach, Dekan Hans-Peter Kunert, an die Diskussion vor über 25 Jahren, ob ein Frauenhaus in Ansbach notwendig sei.
Der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig wies darauf hin, dass jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von häuslicher Gewalt sei. Dass das Ansbacher Frauenhaus fast immer voll belegt sei, mache nachdenklich und zeige die Notwendigkeit dieser Zufluchtstätte. Der Ansbacher Bürgermeister Thomas Deffner erklärte, dass 25 Jahre Frauenhaus kein Grund zum Feiern sei und es besser wäre, wenn man so eine Einrichtung nicht bräuchte. Für die evangelische Kirche unterstrich Pfarrer Jens Porep, dass mit dem Frauenhaus deutlich werde, wie die Kirche den Schwachen der Gesellschaft beistehe. Den Festvortrag hielt der Bamberger Weihbischof Herwig Gössl zum Thema „Die Würde der menschlichen Person – angesichts ihrer konkreten Bedrohung“. Dabei erinnerte der Weihbischof an die Schöpfungsgeschichte und wies darauf hin, dass jede Gewalttat gegen einen anderen Menschen die Erniedrigung des Gegenüber bedeute. Mit dem Frauenhaus werde den Opfern der Gewalt ein Teil ihrer Würde zurückgegeben und unter der geschützten Atmosphäre könnten die Wunden zu heilen beginnen.

Der Geschäftsführer des Caritasverbandes, Heinz Kestler, dankte den 30 Ehrenamtlichen für die Übernahme der Rufbereitschaften, womit sicher gestellt werde, dass das Haus an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar sei und so eine Frau mit oder ohne Kinder bei Bedarf jederzeit aufgenommen werden könne.
Für 25 Jahre ehrenamtliche Mitarbeit im Frauenhaus wurden von ihm und Dekan Hans-Peter Kunert Lilli Schmitt-Fichtner, Ruth Heisinger und Ute Lauer ausgezeichnet. Bei Frau Schmitt-Fichtner betonte Heinz Kestler, dass sie es damals war, die Politik und Kirche von der Notwendigkeit eines Frauenhauses in Ansbach überzeugte und so die politischen Entscheidungen herbeiführte. Thekla Hufnagel, Erzieherin, wurde für ihre 25-jährige hauptamtliche Tätigkeit ausgezeichnet und Brigitte Rödel für ihr 20-jähriges ehrenamtliches Engagement geehrt.

Umrahmt wurde der Festakt vom Landfrauenchor Ansbach unter Leitung von Gabi Lehr.

 

Oktober 2016 - Mitgliederversammlung

mitgliederversammlung

 

Brigitte Guggenberger leitet die Interventionsstelle der Caritas gegen häusliche Gewalt
Foto: Biernoth

Der Caritasverband in der Stadt und im Landkreis Ansbach e. V. hat eine positive Bilanz seiner Arbeit gezogen: Der Vorsitzende, Dekan Hans-Peter Kunert, blickte auf die Aktivitäten der Einrichtungen zurück und Brigitte Guggenberger stellte die im abgelaufenen Jahr neu ins Leben gerufene Interventionsstelle für häusliche Gewalt vor.

In Fällen häuslicher Gewalt, zu denen die Polizei gerufen wird, werden die betroffenen Frauen befragt und auf die Möglichkeit der Hilfe durch die Interventionsstelle aufmerksam gemacht. Wenn die Frauen ihre Zustimmung geben, werden die Kontaktdaten an die Caritas weitergegeben. Innerhalb von drei Werktagen nehmen die Mitarbeiterinnen mit den betroffenen Frauen Kontakt auf und geben Tipps zu Hilfsmöglichkeiten. Heuer waren es bis jetzt 87 Fälle.

Der Vorsitzende, Dekan Hans-Peter Kunert, berichtete den Mitgliedern, dass im Bereich der Mutter-Kind-Kuren im Jahr 2016  24 Frauen mit 27 Kindern vermittelt werden konnten.
Das Kleiderlager, in dem 46 ehrenamtliche Helfer tätig sind, wurde renoviert.
Die Schwangerschaftsberatungsstelle genießt eine große Akzeptanz. Es wurden 1.114 Erstberatungen durchgeführt.
In der Asylberatung wird professionell beraten.
Das Ansbacher Frauenhaus, das vor 25 Jahren gegründet wurde, war bisher im laufenden Jahr voll belegt.
In der Ansbacher Tafel werden pro Woche im Durchschnitt 112 Kunden mit Lebensmitteln versorgt.
Von der Sozialstation Lehrberg werden täglich 79 Patienten versorgt. Bei den weiteren Sozialstationen in Ansbach und Rothenburg sind steigende Patientenzahlen zu verzeichnen.

Der Caritas-Geschäftsführer Heinz Kestler legte die Jahresrechnung für das abgelaufene Jahr vor und berichtete, dass der erzielte Überschuss zur Deckung des zu erwartenden Defizits im Haushaltsjahr 2016 benötigt wird.

 

September 2016 - Jubiläumsausstellung im Caritashaus

fotoausstellung

Foto: Biernoth

Im Rahmen des Frauenhausjubiläums wurde eine Fotoausstellung des Ansbacher Fotoclubs unter dem Motto „25 Frauenbilder zum 25jährigen Frauenhausjubiläum“ im Caritashaus eröffnet. Die Frauenportraits sind international und wurden in den verschiedensten Ländern aufgenommen.

Zu den Fotos gehört eine Bäuerin aus Merkendorf am Spinnrad ebenso wie Models aus der Parfümwerbung oder traditionell weiß geschminkte Japanerinnen. Die Fotos zeigen eine große Bandbreite von weiblichen Lebenssituationen, genauso wie sich die Lebenswirklichkeiten in den Schicksalen der Frauen widerspiegeln, die im Ansbacher Frauenhaus Schutz und Obdach suchen. Unterstützt wird die Fotoausstellung von der Sparkasse Ansbach, deren Vorstandvorsitzender, Werner Frieß, das große ehrenamtliche Engagement vieler Helfer beim Caritasverband, aber auch im Frauenhaus lobte. Die Sparkasse Ansbach wird auch in Zukunft das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen der Region weiter unterstützen.

Der Vorsitzende des Fotoclubs, Walter Röber, berichtete, dass die Mitglieder seines Vereins gerne bereit waren, die gezeigten Fotos zum Teil eigens für die Ausstellung zu fotografieren. Am Ende der Ausstellung werden die drei schönsten Fotos prämiiert.

Die Ausstellung „Frauenportraits“ ist bis zum 31. Januar 2017 im Caritashaus, Bahnhofsplatz 11 in Ansbach, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr sowie am Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

 

September 2016 - Schulranzen für ABC-Schützen

schultaschen

Foto: Biernoth

Unterschrift: v. l.: Verena Häberlein, Soziale Beratungsstelle, Denise Richter, Sparda Bank Ansbach, Heinz Kestler, Geschäftsführer und Dekan Hans-Peter Kunert, 1. Vorsitzender des Caritasverbandes Ansbach      

Der Gewinn-Sparverein der Sparda Bank Nürnberg hat 60 Schultaschen finanziert und sie dem Caritasverband zur Verfügung gestellt. Darin enthalten sind eine Sporttasche, ein Brustbeutel, ein Etui mit Stiften und ein Federmäppchen. Die Einschulung ist ein wichtiges Datum für Kinder und gleichzeitig für finanziell schlechter gestellte Erziehungsberechtigte ein großes Problem. Nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz bekommen Bedürftige einmalig 70,00 € zur Einschulung und 30,00 € nach dem ersten Schulhalbjahr. Damit kann die Ausrüstung eines Abc-Schützen nicht bestritten werden.

Bereits zum dritten Mal spendete die Sparda Bank zum Schuljahresbeginn Schulranzen. Da nach dem Ausgabetag noch Restbestände übrig geblieben sind, können Schulranzen im Laufe des Schuljahres vom Caritasverband noch an Neuzugezogene, etwa Asylbewerberkinder ausgegeben werden. Voraussetzung für die kostenlose Weitergabe ist der Nachweis von Sozialleistungen und eine Einschulungsbestätigung.

 

28.07.2016 - Pressegespräch zum Bombenanschlag in Ansbach


Unser Verband betreut seit 1987 die in der Stadt Ansbach lebenden Asylbewerber. Beauftragt sind wir dazu vom Freistaat Bayern und der Stadt Ansbach, mit der eine enge Zusammenarbeit besteht.
Aktuell werden von unserem Verband ca. 500 Asylbewerber aus 15 verschiedenen Nationen betreut. Die Asylbewerber sind in 5 Gemeinschaftsunterkünften (GU) und 5 Wohnungen untergebracht. Die größte Unterkunft, geplant für 300 Asylbewerber, wird gerade sukzessive belegt. In der zweitgrößten Unterkunft leben 150 Asylbewerber. Die größten Gruppen kommen aus folgenden Herkunftsländern: Syrien, Irak, Iran und Äthiopien.

Die Asylbewerber werden von 4 hauptamtlichen Mitarbeitern betreut, wovon 3 in Vollzeit und 1 Mitarbeiterin in Teilzeit angestellt ist. Alle 4 Mitarbeiter sind Diplom-Sozialpädagogen (FH), womit sie die beruflichen Voraussetzungen nach den Förderrichtlinien erfüllen. Nach den Richtlinien für die Förderung der sozialen Beratung und Betreuung von Ausländer/innen (Asylsozialberatungsrichtlinie) sollen nach
4.2.1.2. von einer Vollzeitkraft 150 Personen (Asylbewerber incl. Kinder) betreut werden.

Dieser Schlüssel wird von uns erfüllt und eingehalten. Aufgrund der Zahl versteht sich jedoch, dass nicht in jedem Fall eine intensive Einzelbetreuung stattfinden kann.

Unterstützt werden die Hauptamtlichen von ca. 20 sehr engagierten Ehrenamtlichen, die Hausaufgabenbetreuung, Sprachkurse oder Familienpatenschaften anbieten.

Zum 1.1.2016 sind die Richtlinien verändert worden.

Nach 4.2.2.3. sollen Asylbewerber, die noch in den Unterkünften wohnen, aber nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz leistungsberechtigt sind, nicht mehr beraten werden, sondern an vorhandene Migrationsberatungsdienste verwiesen werden, die teils gar nicht vorhanden oder völlig überlastet sind.

Betroffen sind davon anerkannte oder geduldete Asylbewerber. Von den 500 Betreuten betrifft dies ca. 100 Personen. In der Praxis ist es aber so, dass dieser Personenkreis zur Beratung kommt und auch nicht abgewiesen wird, weil ja schon ein Vertrauensverhältnis aufgebaut worden ist. Tatsächlich müssen damit mehr Personen betreut werden, um den Schlüssel zu erfüllen. Diese Änderung steht nicht im Einklang zur Realität und hat die Arbeit der Asylberater erheblich erschwert.
Diese Richtlinie sollte unbedingt noch einmal überprüft werden und den Asylbewerbern die Möglichkeit angeboten werden, sich beraten zu lassen, solange sie in den Unterkünften leben. Bei Duldung und Anerkennung sind neue Probleme zu lösen, etwa die Arbeits- und Wohnungssuche.

Wir beraten und unterstützen die Bewohner in den von uns betreuten Unterkünften und Wohnungen. Themen in der Beratung können sein:

  • Ablauf des Asylverfahrens (Interview, Rechte und Pflichten, Vermittlung von Anwälten, Dublin-Fälle)
  • Sprachkurse (Vermittlung zu Instituten oder in ehrenamtliche Angebote)
  • Gesundheit (Adressen von Ärzten, Terminvereinbarung, Kontakt mit Ärzten)
  • Schwangerschaft (Kontakt zu Frauenärzten und Hebammen, Vermittlung von finanziellen Beihilfen, Sachspenden)
  • Schule und Kindergarten (Anmeldung in der Schule, Beantragen von Leistungen, Kindergartenplatzsuche, Ansprechpartner für die Schule)
  • Arbeit und Beruf (Beratung zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse, Kontakt zum Arbeitsamt, Weiterbildung, Studium)
  • Wohnen (Probleme in der Unterkunft, Umzugswünsche, Tipps zur Wohnungssuche)

Im Hotel Christl bieten wir offiziell Dienstag von 14.00 bis 16.00 Uhr eine Sprechstunde an. In die Sprechstunde kann jeder kommen der ein Anliegen hat, es ist ein offenes Angebot. In der Regel ist unser Mitarbeiter bereits eine Stunde früher und eine Stunde länger vor Ort. Er geht auch durch das Haus, um mit den Asylbewerbern ins Gespräch zu kommen, die von sich aus keine Hilfe suchen. Außerdem ist er an den bestimmten Zeiten im Caritashaus, wo Asylbewerber kommen, die nicht in die Sprechstunde kommen wollen. Bei Bedarf bieten wir auch jederzeit individuelle Termine an.

Bei Herrn Mohammed D. wurde die psychiatrische Behandlung veranlasst. Nach dem psychiatrischen Aufenthalt bekam er eine Betreuerin zugeteilt. Herr D. ist immer wieder angesprochen worden, ob er zurechtkommt oder Hilfe braucht. Er hat auf seine gesetzliche Betreuerin verwiesen und mitgeteilt, dass sie ihn unterstützt. Er war sehr hilfsbereit und freundlich, hat immer wieder den Hausmeister im Garten geholfen. Wir hatten den Eindruck, dass sich sein psychischer Zustand in letzter Zeit stabilisiert hatte. Vermutlich hat ihn zurückgeschlagen, dass er die Aufforderung zur Ausreise nach Bulgarien (Dublin II-Verfahren) bekommen hat. Dort wurde er bereits als Asylbewerber anerkannt und damit war in Deutschland ein Asylverfahren ausgeschlossen. In gar keinem Fall wollte er dorthin zurück.


25.07.2016 - Stellungnahme zum Bombenanschlag in Ansbach


Der schreckliche Bombenanschlag mit vielen Verletzten erfüllt die Menschen in Ansbach und in unserem Land mit Entsetzen. Der Caritasverband Ansbach ist u. a. in der Asylberatung tätig. Die Aufgaben der Asylberatung sind im kürzlich veröffentlichten Jahresbericht 2015 dargestellt (s. u.).
Zudem wird es ein Pressegespräch geben am 28.07.2016, 14:00, Ansbach, Caritashaus, Bahnhofsplatz 11.

Dekan Hans-Peter Kunert
1. Vorsitzender des Caritasverband in der Stadt und im Landkreis Ansbach e. V.

Im Jahr 2015 setzte sich der Trend der steigenden Zahl an Asylsuchenden noch stärker als im Vorjahr fort. Zu den Unterkünften Naglerstraße Altbau, Obereichenbach, Bernhardswinden, Reiterzentrum und Untereichenbach kamen der Neubau in der Naglerstraße mit 120 Plätzen, das OSA-Druck-Gebäude mit 50 Plätzen und das ehemalige Hotel Christl mit 30 Plätzen hinzu. Außerdem wurden etliche Familien, die in Privatwohnungen leben, betreut. Insgesamt wurden vom Caritasverband Ansbach im Jahr 2015  461 Asylsuchende beraten und betreut. Die Herkunftsländer waren wie im Vorjahr vor allem Syrien, Irak, Iran, Pakistan, Afghanistan, Gaza, Äthiopien, Ukraine, Kosovo, Serbien und Mazedonien.

In der Beratung waren im rechtlichen Bereich allgemeine Informationen zum Asylverfahren, Rechte und Pflichten im Asylverfahren, Dublin-Fälle, Fragen rund um drohende Abschiebung oder freiwillige Ausreise, Familienzusammenführung und vor allem der Kontakt mit Rechtsanwälten häufige Themen. Im persönlichen Bereich gab es Anliegen im Zusammenhang mit Konflikten in der Unterkunft, Partnerkonflikten inklusiv häuslicher Gewalt, Erziehungsfragen oder die Suche nach verlorenen Angehörigen. Auch Themen wie Schwangerschaft und Familienplanung wurden thematisiert. Im Bereich Bildung und Arbeit standen die Vermittlung in Sprach- und Integrationskurse, Fragen zur Arbeitsaufnahme bzw. Arbeitserlaubnis sowie die Aufnahme in allgemeinbildende Schulen im Vordergrund. Im Bereich Gesundheit waren Probleme körperlicher und psychischer Art, Terminvereinbarungen und Absprachen mit Ärzten und Krankenhäusern Anlässe, zur Beratung zu kommen. Bei Familien war die Suche nach einem Kindergartenplatz, Anmeldung und Kontaktpflege zur Schule sowie Unterstützung in pädagogischen Belangen nötig.

Erstmals kamen in den von der Caritas Ansbach betreuten Gemeinschaftsunterkünften unbegleitete Minderjährige unter, die einen nahen Verwandten, z. B. Onkel, Bruder, Nachbar bei sich hatten. Hier erfolgte die Betreuung in Kooperation mit dem Jugendamt. Die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen lag bei 11 Personen. Bei zwei Personen konnte die Familie in anderen Bundesländern gefunden und eine Familienzusammenführung in die Wege geleitet werden.

Da erst zum Jahresende hin professionelle Sprachkurse für einen begrenzten Teil von Asylbewerbern angeboten wurden, organisierten die Mitarbeiter der Asylberatung in verschiedenen Räumlichkeiten selbst Sprachkurse und bahnten Familienpatenschaften an. Dabei stellte sich die Koordination und Betreuung der Freiwilligen teilweise als äußerst zeitintensiv und anspruchsvoll heraus. Auch gab es zunehmend Anfragen von Menschen, die Flüchtlinge ehrenamtlich unterstützen wollten und zu verschiedensten Fragen rund ums Asylverfahren Rat suchten.

Die Zielsetzung, Familien in Wohnungen unterzubringen, konnte in 2015 nicht durchgängig umgesetzt werden. Die Gemeinschaftsunterkunft Naglerstraße Neu bietet vielen Alleinerziehenden und Familien Unterkunft.

Durch die steigende Zahl der Asylbewerber wurde es zunehmend schwieriger, Kindergartenplätze für Asylbewerber zu finden. War es in den Vorjahren fast eine Selbstverständlichkeit geworden, so war die Zusage für einen Kindergartenplatz trotz bestem Willen der Verantwortlichen oft nicht machbar. Die Finanzierung ist weiterhin nach Antragstellung beim Jugendamt durch die Stadt Ansbach gesichert.

Besondere persönliche Problemlagen erforderten die Einrichtung von Gesetzlichen Betreuungen, die die Betroffenen bei der Regelung ihrer Belange unterstützen.

Den plötzlichen Flüchtlingsansturm bekamen bald auch andere Einrichtungen des Caritasverbandes zu spüren. So wurden die Kapazitäten der Tafel gesprengt und auch das Kleiderlager vor große Herausforderungen gestellt. Da viele Asylbewerber mit kleinen Kindern nach Deutschland kamen oder diese hier zur Welt brachten, konnten sie an die Schwangerschaftsberatung verwiesen werden, um beraten und versorgt zu werden. Außerdem wurden Asylbewerberinnen im Frauenhaus aufgenommen, bis schwierige private Situationen entschärft werden konnten.

Wie in den Vorjahren fand mit Sozialamt, Ausländeramt und Jugendamt der Stadt Ansbach eine reibungslose und für alle Seiten bereichernde Zusammenarbeit statt. Die Asylberatung der Caritas nahm an Sitzungen des Integrationsbeirates und Koordinierungsausschusses teil. Häufige Kontakte gab es darüber hinaus mit Schulen, Kindergärten, Ärzten und Rechtsanwälten.

Zum ersten Mal wurde das Team der Asylberatung durch eine Praktikantin unterstützt. Sie arbeitete eng mit den Ehrenamtlichen in den Bereichen Sprachkurse und Hausaufgabenhilfe zusammen und übernahm Begleitungen zu Terminen.

Auf diözesaner Ebene fanden regelmäßige Treffen der Sozialpädagogen im Asylbereich statt. Hier war Raum für fachlichen Austausch, kollegiale Beratung und Klärung schwieriger Fragen mit einem Rechtsanwalt. Zwei Kollegen bekamen die Chance die „Grundlagenschulung für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Asylberatung der Caritas Bayern“ im Tagungshaus Schloss Hirschberg zu besuchen.

 


Juli 2016 - 70 Frauen nahmen Beratungsangebote der Interventionsstelle wahr

IST

Seit 01. Oktober 2015 besteht die Interventionsstelle (IST) des Caritasverbandes Ansbach. 70 Frauen ließen sich seitdem beraten. Zuständig ist die IST bei häuslicher Gewalt, bei sexualisierter Partnergewalt, bei Gewalt im sozialen Nahbereich, sowie bei Stalking durch Ex-Partner.

Für die Einrichtung, die für die Stadt und den Landkreis Ansbach sowie die Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zuständig ist, ist die Polizei wichtigster Kooperationspartner. Eine enge Zusammenarbeit findet mit den Polizeiinspektionen Ansbach, Bad Windsheim, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Gunzenhausen, Heilsbronn, Neustadt, Rothenburg und Treuchtlingen statt.

Die Polizei bietet nach einem Einsatz bei häuslicher Gewalt der Frau an, dass sich eine Mitarbeiterin der IST wegen einer Beratung mit ihr in Verbindung setzt. Wenn die Frau damit einverstanden ist, gibt die Polizei die erforderlichen Daten an die IST weiter. Die Beraterin nimmt dann innerhalb von drei Werktagen telefonisch Kontakt mit der betroffenen Frau auf, um ihr ein Beratungsangebot zu machen. Das Beratungsangebot richtet sich an Frauen, die von häuslicher Gewalt, sexualisierter Partnergewalt sowie Stalking durch den (Ex) Partner betroffen sind. Es handelt sich um ein zeitlich begrenztes Beratungsangebot, dem nach der telefonischen Erstberatung bis zu drei persönliche Beratungen folgen können.

Die Partnergewalt kann ganz verschiedene Ursachen haben, etwa Sucht, finanzielle Schwierigkeiten oder Arbeitslosigkeit. Oft sei es ein Konfliktbündel. Die Gewalt hat unterschiedliche Gesichter und zieht sich durch alle Schichten.


Juli 2016 - Vorsitzender Dekan Hans-Peter Kunert feierte 25-jähriges Priesterjubiläum

priesterjubiläum

Vor 25 Jahren wurde der 1. Vorsitzende des Caritasverbandes Ansbach, Dekan Hans-Peter Kunert, im Hohen Dom in Bamberg zum Priester geweiht.

Nach seiner Kaplanszeit in Rothenburg übernahm er am 1. September 1995 die Leitung der Regionalpfarrei Schillingsfürst. Am Tag seiner Priesterweihe feierte Johannes-Petrus Kunert einen festlichen Dankgottesdienst. Als Festprediger konnte der Jubilar den pensionierten Studiendirektor und Pfarrer Konrad Herrmann gewinnen. Laut Pfarrer Herrmann erfordert der Priesterberuf vielseitige Kenntnisse und Kompetenzen, die über das theologische Wissen hinausgehen. In unserer schnelllebigen Zeit werden die Antworten auf Fragen des Glaubens immer schwieriger.

In den Grußworten gingen der 2. Bürgermeister von Schillingsfürst, Herbert Seidel, Domkapitular Hans Kern, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Dieter Holey, Pfarrgemeinderätin Teresa Abelein, Oberministrantin Maja Löschel und Caritasgeschäftsführer Heinz Kestler auf das priesterliche Wirken des Dekans und seine 21-jährige Zeit in Schillingsfürst ein.

Dekan Hans-Peter Kunert ist seit 01. Dezember 2001 geistlicher Beirat und seit 16. Oktober 2014 1. Vorsitzender des Caritasverbandes Ansbach.

 

Juli 2016 - Online-Beratung des Caritasverbandes Ansbach

onlineberatung

Schwangerschaftsberatung im Internet wird über das Portal des Deutschen Caritasverbandes (DCV) unter www.caritas.de angeboten. Neben der virtuellen Chat-Beratung hat die Mailberatung mit dem Postleitzahlenfilter einen regionalen Bezug.

Seit 2009 arbeitet der Caritasverband Ansbach in der Online-Beratung mit und belegt mit jeweils zwei Beraterinnen wöchentlich eine zweistündige Chatzeit. 2015 waren es 46 Chateinsätze mit insgesamt 174 TeilnehmerInnen und sieben Mailberatungen. 2015 waren in der Online-Beratung 93,8 % weiblich, davon 94,7 % schwanger.

Unabhängig von den Öffnungszeiten der Beratungsstellen haben Ratsuchende die Möglichkeit, im Chat oder per Mail anonym, direkt und zeitnah ihre Anliegen zu klären, Informationen einzuholen, Konflikte zu benennen, Annahme und Unterstützung zu erfahren.

In der Online-Beratung entfaltet sich das gesamte Themenspektrum mit allen Problemen, die an eine Schwangerschaftsberatungsstelle herangetragen werden. Durch eine Schwangerschaft ist plötzlich alles anders. Wie geht es weiter? ist eine häufig gestellte Frage. Ambivalente Gefühle und Gedanken wollen zum Ausdruck gebracht werden. Kann/will ich das Kind behalten? Kann ich das schaffen? Welche Hilfen gibt es für mich? Was ändert sich dadurch in der Arbeit? Werde ich das Kind alleine aufziehen müssen? Wo kann ich mich informieren?
Im Chat können erste Weichen gestellt und Mut zugesprochen werden.

 

Juli 2016 - Lions unterstützen das Frauenhaus

lions

Bildunterschrift: v. l.: Brigitte Guggenberger, stellvertretende Leiterin des Frauenhauses,
Lions-Past-Präsidentin Heidi Pohl und Geschäftsführer Heinz Kestler

Foto: Nadja Göttler

Der Lions Club Ansbach - Christiane Charlotte unterstützte das Frauenhaus mit einer Spende in Höhe von 1.500,00 €.

Im gesamten Westmittelfranken gibt es nur in Ansbach ein Frauenhaus, das 10 Frauen mit ihren Kindern Platz bietet. 2015 suchten 83 Frauen mit 100 Kindern in dem Haus Zuflucht.

Das Wohl von Kindern und Jugendlichen ist dem Lions Club ein besonderes Anliegen. Deshalb soll laut Clubpräsidentin Heidi Pohl die Spende auch für die Sanierung des Gartens des Frauenhauses und für die Anschaffung einer neuen Rutsche verwendet werden.

Das Geld hat der Lions Club durch Eintrittsgelder von eigenen Veranstaltungen, z. B. dem begehrten Krapfenverkauf, erwirtschaftet.

 

Juli 2016 - Jahresbericht 2015

jahresbericht

Foto: Alexander Biernoth

Der Caritasverband Ansbach hat seinen Jahresbericht 2015 vorgelegt. Der 54-seitige Jahresbericht informiert über die Arbeit der einzelnen Einrichtungen im vergangenen Jahr. Im Vorwort blickt der 1. Vorsitzende, Dekan Hans-Peter Kunert, auf die Flüchtlingsbewegung zurück.
In einem sehr persönlichen Bericht werden die Erfahrungen im Umgang mit einem dementiell erkrankten Angehörigen geschildert.
In der Aktion „Rollentausch“ hat der Vorsitzende des Verbandes einen Tag in der Pflege mitgearbeitet und so neue Erfahrungen gesammelt.
Einer der Schwerpunkte in der Verbandsarbeit war im letzten Jahr die Betreuung und Beratung der in Ansbach ankommenden Asylbewerber. In weiteren Artikeln wird u. a. über die Ambulante Krankenpflege, den Betreuungsverein, das Frauenhaus, Kurberatungen, die Schwangerschaftsberatung und die Soziale Beratung berichtet.

Wer sich über die Aufgaben des Verbandes informieren möchte, kann den Jahresbericht kostenlos in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes in der Stadt und im Landkreis Ansbach e. V., Bahnhofsplatz 11, 91522 Ansbach, Tel. 0981 97168-0, Fax 0981 97168-15 oder per E-Mail info@caritas-ansbach.de anfordern.

 

März 2016 - Die Sparkasse hat dem Frauenhaus 2.500 Euro übergeben

spende

Foto: Alexander Biernoth

Der Vorstandsvorsitzende der Vereinigten Sparkassen in Stadt und Landkreis Ansbach, Werner Schmiedeler, hat bei der Spendenübergabe die Bedeutung des Frauenhauses unterstrichen. Die Spende der Sparkasse wird für die Neugestaltung des Gartens im Frauenhaus und für neue Spielgeräte verwendet.

Das Frauenhaus wurde 1991 in Schillingsfürst eröffnet und ist seit 1993 in Ansbach beheimatet.

Die Schutzsuchenden werden von drei Sozialpädagoginnen betreut. Für die Kinder, die häufig mit den Frauen im Frauenhaus einziehen, stehen zwei Erzieherinnen zur Verfügung und eine hauswirtschaftliche Kraft unterstützt die Frauen bei der Hausarbeit. Dazu kommen noch 30 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die die Erreichbarkeit des Frauenhauses rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr sicherstellen. Allein die Ehrenamtlichen leisten mit der Rufbereitschaft in den Abend- und Nachtstunden sowie an Feiertagen über 6.500 Stunden pro Jahr. Die Belegung des Hauses betrug im abgelaufenen Jahr 88,9 %. In den ersten drei Monaten des Jahres 2016 lag die Belegung bei über 100 %.

 

März 2016 - Gewerbebank fördert das Frauenhaus

Spende

Foto: Biernoth

Das 25-jährige Bestehen des Frauenhauses Ansbach war Anlass für die VR-Bank Mittelfranken-West, dem Caritasverband in der Stadt und im Landkreis Ansbach eine Spende in Höhe von 2.000,00 € zu übergeben. In einer Feierstunde im Ansbacher Caritashaus hat der Vorstandsvorsitzende der Bank, Manfred Geyer, die Spende an die Vertreter der Caritas übergeben. Herr Geyer bezeichnete das Frauenhaus als „eine lobenswerte Einrichtung“.

Im abgelaufenen Jahr waren die zehn Plätze im Frauenhaus im Jahresdurchschnitt zu 89 % belegt. Im Durchschnitt verblieben die Schutz suchenden Frauen 39 Tage. Im Frauenhaus werden pro Jahr rund 6.500 Bereitschaftsstunden von Ehrenamtlichen abgedeckt, um die Aufnahme der Frauen rund um die Uhr gewährleisten zu können.

 

März 2016 - Ausstellung von Ekkehardt Hofmann im Caritas-Haus

Hofmann

v.l. Heinz Kestler Geschäftsführer, Dekan Kunert 1. Vorsitzender, Ekkehardt Hofmann Künstler

Foto: Biernoth

14 seiner Aquarelle und Acrylbilder stellt Ekkehardt Hofmann bis 31. August 2016 im Caritas-Haus aus. Es sind Ansbacher und fränkische Motive, die der in Leutershausen lebende und arbeitende Künstler für die Ausstellung ausgewählt hat. Mit seinen farbenfrohen und heiteren Motiven will der Künstler denen, die Hilfe und Trost bei der Caritas suchen, ein wenig Lebensfreude und Farbe in den Alltag bringen. Die Farbe und der in den Bildern ausgestrahlte Optimismus soll positiv auf die Besucher ausstrahlen.

Herrn Hofmann ist es ein wichtiges Anliegen, dass der Betrachter seiner Bilder einen Dialog eingeht. Es soll sich ein Prozess auslösen, der in der Gedankenwelt des Betrachters nachwirkt und dort weitere Bilder und Visionen entstehen lässt.

Die in der Ausstellung gezeigten Bilder sind alle käuflich. 20 % des Erlöses gehen an das Ansbacher Frauenhaus, das heuer sein 25-jähriges Bestehen feiert. Zwei bis drei Ausstellungen im Jahr organisiert der Caritasverband Ansbach in seinen Räumen am Bahnhofsplatz.

Anschauen kann man die Ausstellung mit Werken von Ekkehardt Hofmann im Ansbacher Caritas-Haus, Bahnhofsplatz 11, bis zum 31. August 2016, während der Geschäftszeiten: Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und Montag bis Donnerstag von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr.


Februar 2016 - Wege aus der Gewalt aufzeigen

Wege aus der Gewalt

Foto: Biernoth

Der Caritasverband hat eine Interventionsstelle errichtet, die als Kooperationspartner der Polizei nach einem Einsatz mit häuslicher Gewalt Kontakt mit den Betroffenen aufnimmt.

Mit der Interventionsstelle wird ein neuer Ansatz, die sogenannte „proaktive Beratung“, umgesetzt. Dabei müssen nicht die betroffenen Frauen von sich aus den Kontakt suchen, sondern die Beratungsstelle nimmt Kontakt mit den Frauen auf.

Wenn es zu einem Polizeieinsatz mit häuslicher Gewalt gegen Frauen kommt, fragen Polizeibeamte die Frauen, ob sie einverstanden sind, dass die Mitarbeiterinnen der Interventionsstelle mit ihnen Kontakt aufnehmen. Ist dies der Fall, so meldet sich innerhalb von drei Werktagen eine Mitarbeiterin der Interventionsstelle bei der betroffenen Frau.

Das neue Angebot deckt neben Stadt und Landkreis Ansbach auch die Landkreise Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Weißenburg-Gunzenhausen ab. Derzeit wird es den Beamten der Polizeiinspektionen in diesem Gebiet bekannt gemacht. Sie sollen dabei sensibilisiert werden, um bei entsprechenden Einsätzen mit häuslicher Gewalt gegen Frauen diese auf die Hilfe aufmerksam zu machen. Häufig trauen sich Betroffenen nicht von sich aus, solche Angebote anzunehmen. Mit dem proaktiven Ansatz hoffen die Verantwortlichen, mehr Frauen erreichen zu können.

Die Stelle ist an das Ansbacher Frauenhaus angebunden. Die schon bisher im Frauenhaus tätigen Sozialpädagoginnen Kathrin Blank und Brigitte Guggenberger haben ihre Wochenarbeitszeit für das Projekt, für das 17 Wochenstunden zur Verfügung stehen, erhöht.

Von den Kosten übernimmt 70 % der Freistaat, 20 % die vier Gebietskörperschaften und 10 % die Caritas. Das Angebot ist vorerst bei zum 31.12.2017 befristet. Dann wird Bilanz gezogen und über den Fortbestand des Beratungsangebots entschieden.

In der Regel wird mit den betroffenen Frauen telefonisch Kontakt aufgenommen. Es werden dann verschiedene Hilfs- und Beratungsangebote erläutert und den Frauen auch praktische Hilfe angeboten. Das Angebot setzt einen Polizeieinsatz voraus.

Frauen, die Hilfe ohne einen vorangegangenen Polizeieinsatz suchen, können sich an die ambulante Beratung des Ansbacher Frauenhauses rund um die Uhr unter der Rufnummer 0981 95959 wenden.

 

Februar 2016 - Neujahrsempfang Frauenhaus

Neujahrsempfang

Foto: Biernoth

Mit einem Neujahrsempfang hat sich der Caritasverband Ansbach bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Ansbacher Frauenhauses bedankt. Die Ehrenamtlichen sichern durch die Rufbereitschaft nachts, an den Wochenenden und Feiertagen die Erreichbarkeit der Einrichtung.

2015 sind 74 Frauen mit 92 Kindern im Frauenhaus Ansbach aufgenommen worden. Davon wurde die Hälfte von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen nachts und an den Wochenenden aufgenommen. Aus Westmittelfranken kamen 34 Frauen, 31 aus dem übrigen Freistaat und neun Frauen aus anderen Bundesländern.

Mit den neun Frauen, die schon vor Jahresbeginn im Frauenhaus untergebracht waren, ergaben sich im vergangenen Jahr insgesamt 3.173 Übernachtungen. Die Belegung schwankte zwischen 67 % im Februar und 106 % im Dezember 2015. Der durchschnittliche Aufenthalt der Frauen dauerte 39 Tage. Von den schutzsuchenden Frauen hatten 41 % die deutsche Staatsangehörigkeit, die übrigen stammten aus 21 verschiedenen Nationen.

Dekan Hans-Peter Kunert würdigte das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiterinnen im Frauenhaus. Für diese Arbeit könne die Heilige Familie und vor allem die Gottesmutter Maria Pate stehen. Diese hat sich auch den Herausforderungen mutig gestellt und als kleine Familie versucht, ihr Leben zu gestalten.

Auch die Ehrenamtlichen stellten sich den Herausforderungen. Mit Verständnis und einem weiten Herzen versuchen sie, Nöte zu lindern und konkrete Hilfe zu leisten. Ohne die ehrenamtlichen Kräfte wäre dieses Hilfsangebot für den Caritasverband nicht leistbar.

Februar 2016 - Dekanatsauftaktgottesdienst zur Caritassammlung

godi

Foto: Biernoth

Im Rahmen des Sonntags-Gottesdienstes in der Leutershäuser Marienkirche hat der Ansbacher Dekan Hans-Peter Kunert die Frühjahrssammlung der Caritas eröffnet und stellvertretend vier Sammlerinnen für ihren Dienst gedankt und sie gesegnet.

Die Frühjahrssammlung der Caritas steht heuer unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“. Bis Sonntag, 28.02.2016, sind die Sammler von Haus zu Haus unterwegs, um Spenden für die Caritas zu erbitten. Bundesweit wirbt die Caritas für ein stärkeres Miteinander zwischen Jung und Alt. Der Caritasverband in der Stadt und dem Landkreis Ansbach e. V. stellt in diesem Jahr das Frauenhaus in den Fokus. Vor 25 Jahren wurde die Einrichtung, in der Frauen Schutz und Obdach vor häuslicher Gewalt finden, gegründet.

Im Frauenhaus können 10 Frauen und ihre Kinder untergebracht werden. Allein für den Betrieb des Frauenhauses muss der Caritasverband jährlich rund 30.000,00 € Eigenmittel aufbringen. Die Sammlungsmittel dienen auch zur Finanzierung des Hauses.

Dekan Hans-Peter Kunert dankte den Sammlern für ihr Engagement und appellierte an alle, die Sammler freundlich zu empfangen.

 

       
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