Ein Kleinbus für das Ansbacher Frauenhaus

ANSBACH – Der Bus ist ein elektrisches Modell mit acht Sitzplätzen. Gekostet hat er rund 40.000 Euro. Er wurde nach der Größe der Garage ausgesucht und ersetzt das bisherige Modell, das elf Jahre im Einsatz war. Aufgrund hoher Reparaturkosten hat sich der Vorstand des Caritasverbandes für eine Neuanschaffung entschieden.
Möglich wurde die Neuanschaffung für das Frauenhaus, das vom Caritasverband betrieben wird, durch die Zuwendungen verschiedener Stiftungen und Spenden. Das erläuterte das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Ansbach, Sebastian Grund. Der Kleinbus sei dringend nötig, sagte die Frauenhaus-Mitarbeiterin Andrea Nachtrab. Für Ausflüge oder Fahrten zu Ämtern Mit dem Bus werden unter anderem Frauen mit ihren Kindern abgeholt, wenn sie Schutz im Frauenhaus suchen. Aber auch für Ausflüge oder für Fahrten zu Ämtern oder zum Transport von Möbeln, wenn Frauen in eine eigene Wohnung ziehen, wird der Kleinbus gebraucht.
Derzeit, so berichtete Nachtrab, sind alle zehn Plätze im Frauenhaus belegt – mit den Schutz suchenden Frauen sind auch zehn Kinder in das Frauenhaus gekommen. Beheimatet ist das Ansbacher Frauenhaus in einem Haus der Katholischen Kirchenstiftung St. Ludwig – die Adresse bleibt, zur Sicherheit der Frauen, geheim. Domkapitular Dr. Norbert Jung, Vorsitzender der Katholischen Kirchenstiftung St. Ludwig, berichtete, dass die Garage für das neue Fahrzeug erweitert und mit einem neuen Tor ausgestattet werden musste. Dies habe die Kirchenstiftung, so betonte der Geistliche, gern getan und mit ihren ehrenamtlichen Verwaltungsmitgliedern die Mittel in Höhe von knapp 5500 Euro für den Um- und Erweiterungsbau zur Verfügung gestellt. Die Kirchenstiftung als Vermieterin investiere regelmäßig in das Frauenhaus, so Dr. Jung. Es wurde beispielsweise im vergangenen Jahr die Heizung erneuert. Dies sei nur möglich, weil sich die ehrenamtlichen Kirchenverwaltungsmitglieder über die Maßen engagieren und Zeit investieren.
Die Ansbacher Caritasstiftung hat den Kauf des neuen Kleinbusses möglich gemacht – sie wird seit ihrer Gründung 2005 vom Bamberger Stiftungszentrum verwaltet. Dank einiger Zustiftungen und Erbschaften hat sich das Anfangskapital von 10.000 Euro auf mittlerweile 136.000 Euro erhöht. Aus den Erträgen werde die karitative Arbeit in der Stadt Ansbach und dem nördlichen Landkreis unterstützt. Die Erträge von 1000 Euro im Jahr 2023 und 2155 Euro im Jahr 2024 sowie 2500 Euro im vergangenen Jahr wurden zusammengefasst und für die Anschaffung des Kleinbusses verwendet.
Auch eine Spende des Vereins CharityFloh, der in Rügland Flohmärkte veranstaltet, hat eine Spende von 4500 Euro für die Anschaffung des Busses gegeben. Um den Kaufpreis zu finanzieren, habe der Caritasverband, so Sebastian Grund, weitere Spenden, die in den letzten Jahren eingegangen sind, gespart und dafür verwendet. Wohltätige Arbeit nachhaltig fördern Dr. Norbert Jung und Sebastian Grund wiesen auf die Vorteile der Caritasstiftung hin und riefen dazu auf, diese mit Zustiftungen zu unterstützen. Damit können nachhaltig und auf lange Zeit die wohltätige Arbeit der Caritas gefördert werden.