fast schon olympisch: 9x Gold und 1x Silber

Mit dem Taize-Gesang „Ubi caritas et amor“ eröffnete die Schola der Regionalpfarrei den festlichen Gottesdienst. „Generationengerechtigkeit“ rücke verstärkt in den Fokus, so Kunert, die Caritas verbinde Generationen, sei generationsübergreifend tätig. Wo Brücken zwischen Jung und Alt gebaut würden, wachse das Verständnis zwischen den Menschen. Auf den ausgelegten Flyern seien Schuhe abgebildet, Paare mit zwei Schuhen unterschiedlicher Größe, wie zwei verschieden große Gummistiefel. Als verbindendes Element stehe jedes Schuhpaar auf einem roten Schuhkarton.
Pfarrer Hans-Peter Kunert ist seit 2001 im Vorstand des Caritasverbandes des Landkreises und der Stadt Ansbach. Als Geschäftsführer der Caritas Ansbach ist Sebastian Grund tätig. Er stellte die verschiedenen Aufgabengebiete der Caritas vor, ordnete den Buchstaben des Wortes CARITAS verschiedenen Wirkungsbereichen zu. Ohne caritatives Ehrenamt seien die viele Arbeit nicht leistbar, Ehrenamtliche seien in Rufbereitschaft, beispielsweise für das Frauenhaus. In der ambulanten Pflege sei die Caritas in Lehrberg und Ansbach vor Ort. Zudem biete die Caritas Ausbildungsplätze. Spezielle Angebote aus den Bereichen „Rat und Recht“ käme vor allem in der Flüchtlingsbegleitung und Integrationsberatung zum Einsatz. Doch auch die individuelle Beratung bei Schwangeren oder Familien leisten die Beratungsstellen der Caritas. Es gebe darüber hinaus allgemeine soziale Beratungsangebote inmitten des bürokratischen Dickichts, wie die Schultaschenaktion oder die Kurberatung für Mutter/Vater und Kind. Schutzräume werden geschaffen, für Frauen im Frauenhaus, für die 4 Sozialpädagoginnen und 2 Erzieherinnen als Begleiterinnen im Einsatz sind. Die Caritas sei für alle Generationen da, so Grund, von der Schwangeren bis zu den Senioren.
Bereits seit 1989 gibt es das Kleiderlager der Caritas in Ansbach. Gut erhaltene Kleidung, dazu Schuhe, Bettwäsche, Spielsachen und Haushaltsgeräte werden an Bedürftige Menschen weitergegeben – für einen symbolischen Preis von 3,-- Euro pro Kleiderkiste, so Ursula Ottlik. Viele Frauen ganz unterschiedlicher Herkunftsländer kämen immer wieder, um für sich und die Kinder Kleidungsstücke zu besorgen. Die meisten der gespendeten Kleidungsstücke seien gut erhalten, manche wären gar nicht getragen. Die Menschen kämen in der Kleiderkammer ins Gespräch, könnten soziale Kontakte knüpfen. Montags von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr könnten Spenden abgegeben werden, Kleidung wird auch während der Öffnungszeiten des Kleiderlagers angenommen.
Dr. Michael Reinhard (Ansbach) ist Mitglied des Aufsichtsrates der Caritas Ansbach, er wurde mit dem Ehrenzeichen in Silber für sein 10-jähriges Wirken ausgezeichnet. Das goldene Ehrenzeichen ab 15-jährigem Dienst erhielten Hildegard Beck (Virnsberg), Erich Belda (Rügland), Helga Jegan-Meyer (Flachslanden; in Abwesenheit), Julia Lederer (Neustetten), Rita Rupp (Virnsberg), Andreas Jung (Schillingsfürst), Gita Weierich (Burgbernheim) und Regina Zink (Rosenbach; in Abwesenheit) als Caritassammlerinnen und -sammler. Pfarrer Hans-Peter Kunert wurde das goldene Ehrenzeichen für seine Tätigkeit als langjähriger Vorstandsvorsitzender und Geistlicher Beirat verliehen.
Den überaus ansprechenden musikalischen Rahmen des Gottesdienstes mit Wechselgesängen und zeitgemäßen Chorälen, abgestimmt auf die Fastenzeit, gestaltete die Schola mit Ulrich Schwandt an der Orgel.
Die Gelder, die im Rahmen der Caritas-Frühjahrssammlung 2026 eingehen, kommen zu 100 Prozent karitativen Zwecken zugute.